ÜBER MICH

Mit 23 Jahren habe ich die Freiheitliche Partei in Salzburg übernommen.

Trotz politischer Erfahrung auf kommunaler, Landes- und europäischer Ebene hätte ich mir zu diesem Zeitpunkt ein Regierungsamt nicht zugetraut. Nicht aus mangelndem Ehrgeiz, sondern aus dem Bewusstsein heraus, dass politische Reife weniger eine Frage des Alters ist als eine des Umgangs mit Verantwortung, mit Belastung und mit den Menschen, die einen begleiten oder auch korrigieren.

Die Funktion einer Parteichefin erschöpft sich nicht im Regieren. Sie bedeutet, Orientierung zu geben, Haltung zu entwickeln und ein politisches Umfeld zu führen. Während ein Landesrat in erster Linie Inhalte gestaltet, prägt die Spitze einer Partei zusätzlich Richtung, Kultur und Team. Dafür braucht es Mut, aber vor allem ein tragfähiges Umfeld, das junge Verantwortungsträger nicht idealisiert, sondern begleitet und fordert.

Wachstum durch
Verantwortung

Ohne die vergangenen zehn Jahre mit ihren Erfolgen, Brüchen, Zweifeln und Lernprozessen hätte ich mir ein Regierungsamt nicht zugetraut. Selbst nach der Wahl 2018 blieb die Frage der eigenen Bereitschaft dafür offen, auch wenn politische Verantwortung stets auch Wachstum erzwingt. Heute weiß ich, dass Politik härter prüft als jede formale Qualifikation. Diese Jahre haben mich politisch wie persönlich geformt, unter öffentlicher Beobachtung und mit bleibenden Konsequenzen. Ich habe gelernt, dass Beständigkeit oft mehr zählt als Perfektion und Verlässlichkeit mehr als bloße Durchsetzungskraft.

Ob ein sehr junger Mensch ein Regierungsamt tragen kann, lässt sich daher nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Entscheidend sind geteilte Verantwortung, ein stabiles Umfeld und die Fähigkeit, nicht nur anzutreten, sondern auch standzuhalten.

unterschrift

Eure Marlene